FAQ: Sie haben Fragen - wir die Antworten!


„Fortbildungspunkte kann ich ja auch später machen…“
Nächster Stichtag ist der  30.06.2014. Bis dahin müssen Sie einen Nachweis Ihrer Fortbildungspunkte erbringen. Die „Strafen“, die den säumigen Punktesammlern drohen, sind nicht ohne: Zunächst wird das zu zahlende Honorar aus der Vergütung vertragszahnärztlicher Tätigkeit in den ersten vier Quartalen ab Fristende um 10% gekürzt. In den nächsten vier Folgequartalen beträgt die Kürzung 25%. Als ultima ratio folgt bei den Vertragszahnärzten bei Nichterreichen der gesetzlich geforderten Mindestzahl an Punkten gezwungenermaßen der Antrag auf Entzug der Zulassung, bzw. der Antrag auf Widerruf der Genehmigung der Anstellung bei angestellten Zahnärzten.
Ist das Honorar einmal einbehalten gibt es keine Möglichkeit, es durch schnelles Nachholen der Fortbildungspunkte wieder einzufordern.

„Mich wird’s schon nicht treffen“
Viele Kollegen liebäugeln mit dem „no risk - no fun“ Prinzip. Wer soll denn schon die ganzen Punkte auf Ihre Rechtmäßigkeit, bzw. auf das Vorhandensein generell überprüfen?
Die Prüfung des Vorhandenseins der Erfassungsbögen ist dabei sehr einfach, sprich: Wer keinen hinreichend ausgefüllten Erfassungsbogen an seine KZV sendet landet nahezu automatisch auf deren Kürzungsliste.
Die Prüfung der Rechtmäßigkeit der Zertifikate, bzw. Plausibilität der angegebenen Fortbildungs-veranstaltungen ist für die KZVen mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Daher werden „nur“ zwischen zwei und drei Prozent der eingereichten Erfassungsbögen geprüft und die mit dieser Liste korrespondierenden Zertifikate und Bescheinigungen vom jeweiligen Kollegen angefordert, der die Zertifikate jedoch nur bis ein Jahr nach Fristende aufbewahren muss. Bedeutet im Umkehrschluss: Die Chancen stehen gut, bei eingereichtem Erfassungsbogen gar nicht auf dessen Richtigkeit geprüft zu werden. Aber Vorsicht: bei entsprechendem Vorgehen begeht man (vorsätzlichen) Betrug, schließlich handelt es sich um die Verletzung des §95d SGB V – on top zu den für diese Straftat gängigen Bestrafungen kommt dann garantiert auch eine rückwirkende Honorarkürzung. Für diesen Fall haben die KZVen allerdings (noch) keine offizielle Regelung getroffen…

„Nach der Frist ist vor der Frist“
Wer glaubt, dass die zahnärztliche Fortbildungspflicht mit dem 30.6.2009 ein Ende hatte, irrt: Der Fünf-Jahres-Turnus begann von Neuem. Same procedure as last year? Jawohl. Auf Rückfrage bei der Bundeszahnärztekammer wurde bestätigt, dass am Fortbildungskonzept nichts geändert wird. Mit der Ausnahme, dass diejenigen, die Ihre Zulassung oder Anstellung nach dem 30.06.2004 erhalten haben nicht erst 2014 erneut zur Einreichung Ihrer Punkteübersichten aufgefordert werden, sondern automatisch 5 Jahre nach Ihrer tatsächlichen Zulassung. War nun eine Kollegin, bzw. ein Kollege vor seiner Zulassung als angestellte Zahnärztin bzw. Zahnarzt tätig gilt im Übrigen das Datum der ersten Anstellung.

„Wie kann ich mich überhaupt punktewirksam fortbilden?“
Klar, wer zu einem Symposium, Vortrag, Workshop, Kongress oder Tagung (übrigens auch im Ausland!) fährt, erhält rein für seine Anwesenheit –egal ob physisch oder psychisch- Fortbildungspunkte maximal 8 Punkte. Wer dazu noch mit einem Test unter Beweis stellt, dass er bei den Vorträgen auch aufgepasst hat bekommt noch mal einen Punkt oben drauf. Tagesmaximum also 9 Fortbildungspunkte.
Gerne und oft besucht, obwohl in aller Regel mit einer „Dentalausstellung“, sprich Hausmesse inkl. Verkauf verknüpft und damit „gesponsert“ (Das trifft übrigens auch auf Kongresse u.ä. zu, da wird sogar offiziell damit geworben: „Firma XY - Gold-Sponsor, Firma XYZ - Platin-Sponsor), sind auch Hands-on Kurse, Qualitätszirkel und Hospitationen mit aktiver Beteiligung der Teilnehmer. Wenn man alles an erreichbaren Punkten mitnimmt, kommt man auf eine maximal erreichbare Punktzahl pro Tag von 10 Punkten.Auch wer als Zahnarzt an Fortbildungskursen für Allgemeinärzte teilnimmt kann sich die Punkte anrechnen lassen.

„Gibt es denn keinen einfacheren Weg zu seinen Punkten?“
Bequem: ja, einfach: unter Umständen… in weiser Voraussicht hat die BZÄK zusammen mit dem Beirat Fortbildung den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit eingeräumt, Fortbildungspunkte auch von zuhause aus zu erlangen. Auf dem Wege der interaktiven Fortbildung mittels elektronischer, audiovisueller oder visueller Fortbildung mit Auswertung des Lernerfolgs in Schriftform können ebenfalls ALLE Punkte gesammelt werden. Wir, das Deutsche Dental Kolleg, bieten zahnärztliche Fachfortbildungen als Film auf DVD an, mit denen man sich und sein Praxisteambequem und im Übrigen auch kostengünstig punktewirksam fortbilden kann. Das Ganze geschieht per Einzelkauf einer DVD oder im Abonnement, wobei man über fünf Jahre nahezu nebenbei immer mit aktueller Fachinformation auf DVD versorgt wird und durch einen kurzen Test seine Teilnahme an der Fortbildung unter Beweis stellt.
Im Gegensatz zu Onlineanbietern, die „Live“-OPs (Haben Sie schon einmal eine Videokamera RKI-konform für den Einsatz in Operationsräumen desinfiziert?) ins Internet übertragen, muss man sich nicht an Tag X zur Zeit Y einwählen und hoffen, dass die Bandbreite seines (mindestens) DSL-Anschlusses für die übertragene Datenmenge ausreicht. Eine ISDN-Leitung oder eine „Schmalspur“-DSL-Verbindung ist für solche Unterfangen nicht geeignet. Dann schon lieber eine DVD einlegen, auf der man Kapitel überspringen, wiederholen und Zusatzinformationen ausdrucken kann. Wer seinen Mitarbeitern die Inhalte ebenfalls zu Verfügung stellen will, reicht die DVD einfach weiter. Das ist allemal einfacher und vor allem sicherer, als seinem Team die kompletten Zugangsdaten seiner Internet-Einwahl und zu bezahlten Internetportalen offen zulegen. Denn wer gibt schon freiwillig seine Passwörter an Menschen weiter, deren unbedingter Loyalität und Verschwiegenheit man sich trotz persönlich gutem Verhältnis nicht 100%ig sicher ist und auch für alle Zukunft sein kann?

Wie errechnet sich die Einreichungsfrist bei einer Zulassung oder Anstellung nach dem 30.06.2004?
Auf das Zulassungsdatum bzw. das Datum der Anstellung als angestellter Zahnarzt werden fünf Jahre addiert, bei einer Anstellung als angestellter Zahnarzt bei mehreren Vertragszahnärzten nacheinander beginnt der Fünfjahreszeitraum mit Beginn der ersten Anstellung bzw. am 01.01.2004
bei einer Tätigkeit als angestellter Zahnarzt vor der eigenen Zulassung, beginnt der Fünfjahreszeitraum bereits mit der Anstellung als angestellter Zahnarzt.

Ändert sich der Beginn des neuen Fortbildungszeitraumes bei Ein-reichung der Nachweise vor Ablauf des ersten Fünfjahreszeitraumes? 
  
NEIN – erst nach Ablauf des ersten Fünfjahreszeitraums beginnt der nächste Fortbildungszeitraum (Bsp. bei Zulassung bereits am 30.06.2004 = Beginn des neuen Fünfjahreszeitraumes erst am 01.07.2009).

Wann kann der Fortbildungszeitraum verlängert werden?  
 
Auf Antrag bei der KZV:
Bei Ruhen der Zulassung oder vor­übergehender Nicht-Zulassung – Verlängerung um den Zeitraum der Nicht-Ausübung der vertragszahnärztlichen Tätigkeit.
Wenn der angestellte Zahnarzt länger als drei Monate die Beschäftigung nicht ausgeübt hat – Verlängerung um die Fehlzeiten.

 Wie viele Fortbildungspunkte müssen nachgewiesen werden?

Gemäß Beschluss des Vorstandes der KZBV vom 13.02.2004 müssen innerhalb eines Fünfjahreszeitraums 125 Fortbildungspunkte nachgewiesen werden: mindestens 75 Fortbildungspunkte durch erworbene Fortbildungszertifikate und ohne Nachweis werden zehn Punkte pro Jahr für Selbststudium durch Fachliteratur anerkannt (höchstens 50 Punkte).

Wie wird die fachliche Fortbildung bewertet?

Nach den Leitsätzen der BZÄK/DGZMK vom 01.01.2006.
Seminare – ein Punkt pro Stunde + Zusatzpunkte für Lernkontrolle.
Interaktive Fortbildungen – ein Punkt pro Übungseinheit (aufwändigere zwei Punkte).
Selbststudium durch Fachliteratur (10 Punkte pro Jahr – höchstens 50 Punkte).

Wie kann die fachliche Fortbildung bei der KZV  nachgewiesen werden?

Variante 1: Originale oder beglaubig­te Kopien
Vorlage der Fortbildungszertifikate bei der KZV im Original oder als beglaubigte Kopie, von den Originalen fertigt die KZV beglaubigte Kopien und gibt die Originale unverzüglich an den Vertragszahnarzt zurück oder
Variante 2: Erfassungsbogen1
die Fortbildungsnachweise (insgesamt 125 Punkte) werden auf dem Erfassungsbogen aufgelistet und die Richtigkeit der Angaben vom Vertragszahnarzt mit seiner Unterschrift bestätigt
oder Variante 3: Nachweisbogen2
ist der Vertragszahnarzt bereits im Besitz eines Fortbildungssiegels, welches den Vorgaben der KZBV entspricht (z. B. Fortbildungssiegel einer ZÄK), so kann er eine Kopie des Siegels mit dem Nachweisbogen bei der KZV einreichen.
Auf dem Nachweisbogen ist schriftlich zu bestätigen, dass mindestens 125 Punkte ab 01.01.2004  bzw. ab Beginn des Fünfjahreszeitraumes erbracht wurden.

Ab wann werden die Fortbildungspunkte von der KZV anerkannt?

Ab 01.01.2004 (mit Inkrafttreten des GMG) bzw. bei späterer Zulassung/Ermächtigung oder späterem Beginn der Anstellung als angestellter Zahnarzt (also ab Beginn des entsprechenden Fünfjahreszeitraumes).

Wann können die Nachweise bei der KZV eingereicht werden?

Sobald innerhalb des Fünfjahreszeitraumes insgesamt 125 Fortbildungs punkte erreicht sind – auf Wunsch können Nachweise auch vorher eingereicht werden.

Können auch Fortbildungen berücksichtigt werden, die ein Mitarbeiter der Praxis besucht hat?

NEIN – es können nur Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt werden, die persönlich vom Zahnarzt besucht wurden.

Wie lange müssen die Original- Fortbildungszertifikate aufbewahrt werden?

Da die KZV gesetzmäßig stichprobenartige Überprüfungen vornehmen muss – sind beim Nachweis durch Erfassungs- oder Nachweisbogen die Originalzertifikate noch bis mindestens ein Jahr nach Ablauf des Fünfjahreszeitraumes aufzubewahren.

 Wird die KZV die Zahnärzte zur Abgabe des Nachweises ihrer Fortbildung auffordern?

JA, regelmäßig ... sowie spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Fünfjahreszeitraumes wird die KZV die betroffenen Zahnärzte, die bis dahin ihren Fortbildungsnachweis noch nicht erbracht haben, zur Einreichung auffordern.

Womit muss ein Vertragszahnarzt rechnen, wenn er den Nachweis nach Ablauf seines Fünfjahreszeitraumes nicht oder nicht vollständig erbracht hat?

Kürzung des an ihn zu zahlenden Honorars aus der Vergütung vertragszahnärztlicher Tätigkeit um zehn Prozent in den ersten vier Quartalen, die auf den Fünfjahreszeitraum folgen.
In den vier darauffolgenden Quartalen Kürzung um 25 Prozent.
Die Kürzungen enden erst mit Ablauf des Quartals, in dem der vollständige Fortbildungsnachweis erbracht wird.
Eine Rückzahlung des einbehaltenen Honorars ist nicht möglich.
Wird der Nachweis nicht spätestens zwei Jahre nach Ablauf des Fünfjahreszeitraums erbracht, muss die KZV einen Antrag auf Entzug der Zulassung stellen.

(Quelle: www.dens-mv.de)
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